Mer Rouge



"..dieser vorzügliche Korridor zart getönter Berge und strahlenden Wassers....hier und nirgendswo anders befindet sich das Vestibül zwischen Levante und Tropen."
E.M. Forster über den Golf von Suez.", l923

Die ägyptische Rot-Meer-Küste verläuft vom Golf von Suez bis an die sudanesische Grenze. Die mineralreichen rötlichen Gebirgszüge verleiteten die Seefahrer der Antike dazu, das Meer mare rostrum zu nennen, oder Rotes Meer. Eremiten, auf der Suche nach Einsamkeit, gründeten hier die ersten christlichen Kloster; sie teilten die Wildniss mit kameltreibenden Beduinenstämmen. Heute bleiben die Kalksteinschluchten und Wadis der östlichen Wüste weitgehendst unerforscht, Habitat für Herden von Steinböcken und Gazellen. Doch das Rote Meer selbst, gespickt mit Korallenriffen, umgeben von antiken Hafen und voll des Unterwasserlebens hat eine reiche maritime Geschichte, die bis auf die Zeit der Pharaonen zurückgeht.

Schiffe sind das Rote Meer auf und ab gesegelt, seit es für phönizische und ägyptische Händler die wichtigste Route nach Indien darstellte. In jener Zeit liefen Schiffe beladen mit Kupfer, Kochtöpfen und Kleidern aus el-Quseir und Berenice aus, und kehrten mit Elephanten, Elfenbein, Edelsteinen und Gewürzen zurück. Jahrhunderte lang blieb das Rote Meer Schauplatz von Schiffsunglücken und Abenteuern für Smuggler, Kaufleute, Piraten und Pilger. Mit der Eröffnung des Suez Kanals 1869 übernahm das Rote Meer erneut die Rolle einer internationalen Handelsroute und Meer erneut die Rolle einer internationalen Handelsroute und "Brücke nach Indien" für europäische Reisende.


"Das magische Tanzen des Riffes geht weiter.. jede Nacht, mit unveränderten Rhythmus , in der Stille von tausend Lärmen aus der Tiefe des Ozeans."
David Doublit, "The Red Sea"


Die thermischen Winde, die einst Segelboote nach Osten wehten, bringen noch immer Tausende von Zugvögeln an die Küste des Roten Meeres, wodurch diese zum Paradies für Ornithologen wird. Heute sind die antiken Hafen besser bekannt als zu den besten Tauch- und Fischplätzen der Welt zahlend. Sonnenanbeter entspannen sich an weißen Sandstränden, oder finden Schatten in den Mangrovenlagunen, die Küste säumen, während Schnorchler die Riffe erkunden. Das Unterwasserwunder des Roten Meeres bleibt: eine lebendige Tapete leuchtender Korallen und exotischer Fische, die darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden.
Suez und Ain Sukhna
Suez ist seit dem 7. Jahrhundert ein kommerzieller Hafen. Der Gewürzhandel wie auch die Pilgerfahrten nach Mekka sorgten für den Wohlstand der Hafenstadt durch das Mittelalter hindurch. Im 15. Jahrhundert wurde es ein Stützpunkt der Marine, und 1869 sicherte die Eröffnung des Suez Kanals die Entwicklung von Suez zu einer modernen Stadt. Heute hat Suez den zweit-größten Hafen Ägyptens.

Ain Sukhna bedeutet auf Arabisch "heiße Quelle" und bezieht sich auf die in der Nähe gelegenen Schwefelquellen. Nahe genug an Kairo gelegen, um eine Tagesfahrt zu ermöglichen, ist dies ein beliebtes Wochenendziel mit schönen Stränden und Buchten, Korallenriffen, Angel- und Wassersportmöglichkeiten.



Hurghada
Hurghada wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, und ist heute das wichtigste Tourismzentrum am Roten Meer und ein internationales Zentrum für Wassersport. Alles, was in oder auf dem Wasser stattfindet, ist hier möglich Windsurfen, Segeln, Hochseefischen. Schwimmen und vor allem Schnorcheln und Tauchen. Die einzigartigen Unterwassergärten vor der Küste zahlen zu den besten Tauchplätzen der Welt. Unternehmen Sie eine Tagesfahrt auf die Giftuninsel, zum Schnorcheln und Sonnenbaden. Wenn Sie nicht gerade im Wasser sind, können Sie einen Einkaufsbummel durch die Boutiquen unternehmen, sich in den luxoriösen Hotelanlagen entspannen oder das Aquarium besuchen. Am in der Nähe gelegenen Mons Porphyritis sind römische Ruinen zu besichtigen, und es werden Tagesausflüge und mehrtägige Safaris in die Berge des Roten Meeres per Kamel oder per Geländewagen angeboten.


Safaga
Safaga ist eine geschäftige Hafenstadt mit mehreren Touristendörfern speziell für Taucher nebst einer handvoll Hotels und einigen ausgezeichneten Fischrestaurants. Die unberührten Strände und der ständige starke Wind machten Safaga zu einem idealen Veranstaltungsort der Windsurfen Weltmeisterschaften 1993. Tagesausflüge auf die Tobia Insel und zum Mons CIaudianus in den Bergen können arrangiert werden.



Al Quseir
Al Quseir war lange Zeit eine der wichtigsten Hafenstädte am Roten Meer. Von hier aus unternahm bereits Königin Hatschepsut ihre Expedition in das ferne Land Punt. Der Legende zufolge kehrten die Expeditionsteilnehmer mit zwei lebenden Panthern und 31 Weihrauchbäumen zurück. Die einstige strategische Bedeutung der Stadt wird durch die Festung des Sultan Selim aus dem 16 Jahrhundert belegt die noch immer im Zentrum der Stadt steht Heute ist Al Quseir ein ruhiges Städtchen mit Sandstränden klarem Wasser und Korallenriffen. Die Gebirgsstraße nach Qift im Niltal folgt einer alten Karavanenroute durch das Wadi Hammamat und führt an mehreren pharaonischen und römischen Altertümern vorbei. Eine neue Straße, die direkt von Al Quseir nach Luxor führt, soll demnächst eröffnet werden.



Mersa Alam
Mersa Alam eine Ortschaft mit einem ist die ideale Basis für einen Angelurlaub. Der Dokki Jagdklub unterhält hier eine Herberge und kann Hochseefischtouren organisieren . Vor der Küste befinden sich einige hervorragende Korallenriffe Taucheinrichtungen sollen entwickelt werden. Ein Naturschutzgebiet erstreckt sich von hier bis nach Gebel Elba im Süden.



Berenice
Die antike Stadt Berenice, die von Ptolemäus II benannt wurde, wurde 275 v. Chr. zu einem Handelshafen. Hier befinden sich die Ruinen eines Semiramis geweihten Tempels sowie die Überreste der Edelsteinbrüche von Wadi Sakait die in pharaonischer und römischer Zeit ausgebeutet wurden. Die Küste ist gesäumt von Mangrovensümpfen ; es gibt unberührte Buchten zum Schwimmen und Schnorcheln und einige gute Zeltmöglichkeiten im Süden. Die Insel Zabargad von der ein Halbedelstein abgebaut wurde ist einen Besuch wert, Vom Peridothügel aus in der Mitte der Insel bieten sich atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Lagunen, reich an Unterwasserleben und heim zahlreicher Delphine.




Das St. Antoniuskloster und das benachbarte St. Pauluskloster sind die ältesten Kloster Ägyptens Sie liegen tief verborgen ihr Wasser von Gebirgsquellen. In beiden Klöstern werden noch heute Rituale eingehalten die sich in den vergangenen 16 Jahrhunderten wenig verändert haben. Die Klöster können von Kairo , Suez oder Hurghada aus besucht werden Übernachtungen in den Klöstern sollten im vorraus arrangiert werden.
Das St. Antoniuskloster wurde 356 n. Chr., kurz nach dem Tod des Heiligen gegründet. Heute zahlen zu der Anlage Garten eine Mühle eine Bäckerei und Ikonen und eine Bibliothek mit über 1700 Manuskripten . Die St. Antoniushöhle in der Eremit lebte ist einen 2 km langen Fußmarsch vom Kloster entfernt und liegt 680 Meter über dem Roten Meer. Von hier aus hat man einen einmaligen Blick auf Berge und Meer.


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